Queer-Trend Hosenträger

Sehr traurige Geschichten insgesamt, ich konnte mich als Frau bei der Arbeit nicht integrieren und musste meine Identität abermals auf den Prüfstand stellen. Was haben wir gelacht, als vor vielen Jahren User mit dem Suchstring ‘wo ist mein platz in dieser welt’ in mein Blog fanden; heute lache ich nicht mehr.

Ergänzend kann hinzugefügt werden, dass die Domain gendertrouble.whatever beileibe noch nicht ausverkauft ist, die Menschen bleiben eben bei dem, was sie verstehen können und wollen. Und, wie man bei Andorra nachlesen kann, feinden das an, was sie nicht begreifen.

Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!

Goethe, Faust I, Nacht, Erdgeist zu Faust

Mit Mode lässt sich dieses Problem abschließend lösen.

Very private suspenders shot

Ging ich schon länger bei meiner Arbeit gern mit Karohemden herum, so habe ich mir nun das Killer-Accessoire zugelegt: Hosenträger.

Sie schmeicheln den Bauch, denn fortan muss die Hose nicht mehr mit einem Gürtel an ihn gedrückt werden, sondern schwebt feinstofflich vor dem Körper. Um die Brüste schlängeln sich die bunten Accessoires herum und schließen den Körper ehrlich mit einem Gewicht auf den Schultern ab.

Zum Zweiten erhält man mit den “suspenders” den wahren England-Chique, der sich gut mit den Hamburg-und-London-Regen-typischen Doc Martens ergänzen lässt. Last but not least zeigt diese Mode direkt in meine Jugend, die ich mit Westernreiten verbrachte, also dem American Dream der Cowboys.

Es wäre mir zu aufwändig, mich nun, nach dem ganzen Rodeo, als transsexuell zu outen. Wenngleich meine Erfahrungen als Frau bei der Arbeit nicht unbedingt erfreulich waren, so beschränke ich doch mein Coming Out vorerst auf die Mode.

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